Online-Marketing
Trending

Brauche ich als Band/Künstler eine eigene Webseite?

Warum Facebook, Instagram und Co. zwar gut sind, aber nicht ausreichen.

Wenn man sich einmal auf den sozialen Netzwerken umschaut, dann findet man viele, ja sehr viele Bands und Künstler, die dort mit ihren Profilen vertreten sind. Ein Blick in die jeweiligen Profile zeigt aber auch vielfach, dass diese Bands/Künstler keine eigene Webseite haben.

Dass dies jedoch keine gute Idee ist, und warum man auf jeden Fall auch die eigene Homepage nicht vernachlässigen sollte, will ich in diesem Beitrag einmal beleuchten.

More...

Jetzt kann man sich natürlich fragen, wofür soll man denn noch eine Webseite haben? Schließlich werden meine Posts ja schon im Netz veröffentlicht, da muss ich die ja nun nicht auch noch auf einer Webseite darstellen. Außerdem folgen meine „Fans“ mir/uns ja schon auf Facebook etc. Von denen wird sich keiner zusätzlich noch regelmäßig meine Webseite anschauen.

Nun könnte man ja die sozialen Netzwerke unberücksichtigt lassen und sich komplett auf die eigene Webseite konzentrieren. Das jedoch wäre auch nicht schlau. Es kommt auf eine gesunde Mischung an.


Warum habe ich eine Facebook-Seite?

Warum sind wir Künstler auf sozialen Netzen vertreten? Na ist doch eigentlich logisch: Wir wollen uns mit unserer Musik dort präsentieren, wo auch unsere potentiellen Fans sind. Und mal ehrlich… die Masse surft nicht auf Webseiten, sondern auf diversen sozialen Kanälen.

Und aus diesem Grund sollten Musiker und Künstler sich auch genau dort zeigen. Somit steigen dann auch die Chancen, von neuen Leuten entdeckt zu werden, die im besten Fall später auch zu Fans werden. Von daher ist es ja selbstverständlich, dass man seinen Focus auf eigene social-media-Profile legt. 

Also startet ein großer Teil zunächst mal mit einer eigenen Facebook-Seite. Diese nehme ich nun für den weiteren Verlauf im Artikel exemplarisch für alle anderen sozialen Netze (Instagram, YouTube, Snapchat etc.), da die Prinzipien sich auch auf diese übertragen lassen.

Was ist nun das Ziel meiner Facebook-Seite? Wir wollen mehr Aufmerksamkeit erregen und so neue Fans gewinnen. Je mehr „Likes“ wir auf unserer Seite sammeln, desto mehr Leute kann ich auch mit meinen Posts direkter erreichen, als mit den öffentlichen Posts, die in der Masse einfach verschwinden (nun gut, es stimmt nur zum Teil, da es auch immer auf den aktuellen Algrithmus von Facebook an, welchen Beitrag Facebook im Stream meiner Follower ausgibt).

Somit erreicht man hoffnungsfroh nach und nach immer mehr Leute und kann diese dann über neue Gig-Termine oder auch neue Songveröffentlichungen informieren. Und je mehr darüber informiert sind, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass man langfristig mehr verdient, egal ob über Eintrittsgelder oder den Verkauf von CD´s oder Merchandise.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass zum Beispiel Veranstalter durch die Facebook-Seite sehen, wieviele „Fans“ die Band/der Künstler hat. Dies kann dann zum Beispiel interessant werden, wenn man sich bei Veranstaltern um einen Gig bewirbt. Sieht dieser dann, dass man eine große Fangemeinde hat, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man für einen Gig die Zusage bekommt. 

Hat man regional schon einen bestimmten Bekanntheitsgrad, ist dieser Vorteil natürlich eher zweitrangig, da die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass der Veranstalter die Band schon kennt und weiß, dass diese auch für viel Publikum sorgen wird. Aber man möchte ja auch nicht immer nur regional auftreten und sich auch einmal überregional „austoben“. Und da ist man dann nicht mehr so bekannt.

Somit hat man nun großes Interesse, mit der Zeit mehr und mehr „gefällt mir“-Klicks für die eigene Facebook-Seite zu bekommen. Und aus diesem Grund legt man auch sehr viel Wert auf eine mehr oder weniger regelmäßige Präsenz auf Facebook. Da wird gepostet, geteilt und interagiert, um die Reichweite nachhaltig zu erhöhen und mehr Fans zu gewinnen.

Und das ist manchmal echt harte Arbeit. Denn Wachstum erzielt man in der Regel nur durch Ausdauer und Regelmäßigkeit.


Setzt man nur auf soziale Netze, gibt man die Kontrolle aus der Hand.

Nun stelle man sich folgendes Szenario vor: Du hast über viele Wochen, Monate und Jahre hinweg es geschafft, dir durch regelmäßige Beiträge auf den sozialen Netzen eine beachtliche Fangemeinde aufzubauen. Ich lasse nun mal eine konkrete Zahl weg, da jeder beachtlich anders definiert. Wenn für den einen 1.000 Fans schon beachtlich sind, fängt dies bei anderen erst ab 5.000 Fans an. Dennoch haben beide viel und hart für den Aufbau dieser „beachtlichen“ Fanzahl gearbeitet.

Dann passiert es, ganz plötzlich und unerwartet: der Algorithmus ändert sich, oder noch viel schlimmer: deine Seite/Account wird „stillgelegt“. Oder die Plattform selbst hört auf zu existieren. Soziale Netzwerke kommen und gehen. Und keiner weiß, wie sie sich in Zukunft entwickeln werden. Bestes Beispiel hierfür: MySpace. Dies war einmal der „place to be“ für viele Musikschaffende, bis der Hype irgendwann mal über ist und die Masse plötzlich zu einem anderen Netzwerk wechselt und die Interaktion versiegt.

Die ganze Arbeit, alles….. umsonst. Und dann heißt es: ok, alles wieder auf null und von vorne, beim nächsten Netzwerk. Aber will man immer wieder von vorne anfangen?


Die eigene Homepage - der zentrale Hub

Wir sind an dem Punkt angekommen, wo einem die Wichtigkeit einer eigenen Homepage bewußt wird. Hier kontrolliert ihr selber, was für Inhalte auf eurer Seite stehen, und wie lange ihr etwas dort zeigen wollt. Oder auch, wann ihr die Homepage einstellt.

Somit ist man nicht von Dritten abhängig. Aber auch hier Achtung: dies gilt nicht für Homepagebaukastensysteme wie jimdo oder wix. Auch hier besteht die Möglichkeit, dass diese plötzlich Einfluß auf eure Homepage haben. Somit gibt es auch hier eine gewisse Abhängigkeit.

Am besten besorgt man sich ein Hostingpaket (z.B. bei all-inkl.com) und installiert auf dem eigenen Webspace dann z.B. Wordpress. Natürlich könnte auch der Hosting-Anbieter plötzlich pleite gehen. Wenn man aber regelmäßig Backups von der eigenen Webseite macht, ist der Umzug zu einem Hostinganbieter leicht und schnell vollzogen.

Somit bleibt eure ganze Arbeit bestehen und man muss nicht wieder von vorne beginnen.


Fazit

Die beste Strategie ist, zwei- bzw. mehrgleisig zu fahren: auf der einen Seite, die eigene Webseite und auf der anderen, die sozialen Netzwerke.

Nutzt die sozialen Netzwerke, um Reichweite aufzubauen, aber führt eure Fans und Besucher schnellstmöglich zu eurer Webseite. Bietet dort auch Inhalte, die ihr nicht auf den sozialen Netzen anbietet, damit ein Anreiz besteht, auch regelmäßig eure Webseite zu besuchen bzw. Sich dort in einen Newsletter einzutragen.

Sobald dies geschehen ist, könnt ihr eure Fans und Follower jederzeit per E-Mail erreichen. Und dass sollte das vorrangige Ziel für euch sein.

Wie sieht das bei euch aus? Seht ihr das ähnlich, oder habt ihr da eine andere Meinung? Wenn ja, würden mich alternative Ansätze sehr interessieren. Schreibt mir doch einfach in die Kommentare was ihr für den richtigen Ansatz haltet. 

Mehr zeigen

Markus Schlaak

Mit über 20 Jahren Erfahrung als Sänger in diversen musikalischen Projekten, live und im Studio, biete ich unter anderem professionellen und modernen Hochzeitsgesang. Auf meinem Blog werde ich nicht nur meinen musikalischen und auch schauspielerischen Werdegang weiter pflegen, sondern auch immer wieder mal darüber schreiben, wie ihr mit Hilfe des Onlinemarketings eurem eigenen Traum vom selbständigen Musikerleben nach und nach aufbauen und in die Realität umwandeln könnt.
Back to top button
>
Close
Close